Baby mit Schnuller sitzt in Bett und hält den Schnuller mit beiden Händen fest

Babyentwicklung

Abschied vom Schnuller

So klappt es am besten


Babys haben ein grosses Saugbedürfnis. Nuggis sind deshalb bei vielen Kleinkindern DER Renner – aber auch viele Erwachsene empfinden sie als echte Hilfe. Schliesslich beruhigt das Nuckeln am Nuggi und kann sogar Schmerzen lindern. Doch irgendwann ist es dann soweit: Es wird Zeit für die Entwöhnung. Warum es so wichtig ist, dass Kinder sich vom Nuggi verabschieden und wann der beste Zeitpunkt ist, erfährst du hier!

Die Entwicklung des Saugbedürfnisses

Im 1. Lebensjahr ist das Saugbedürfnis noch sehr gross. Gesaugt wird nicht nur, um den Hunger zu stillen, sondern auch zur Entspannung. Die Brust der Mutter ist dafür perfekt geeignet. Wer sein Baby nicht jederzeit zum Saugen an die Brust legen will oder kann, ist mit dem richtigen Schnuller am besten beraten.

Hochwertige Schnuller sind anatomisch korrekt geformt und haben eine geprüfte Qualität. Das entspannt nicht nur die Babys, sondern auch die Eltern! Ein weiterer Vorteil des Schnullers: er kann – anders als der Daumen – leichter wieder abgewöhnt werden.


Wann sollte man den Nuggi abgewöhnen?
Mit dem 3. Geburtstag sollte der endgültige Abschied vom Schnuller erfolgen. Der Grund dafür ist einfach: In diesem Alter ist das Milch-Gebiss bereits vollständig ausgebildet.
Ein exzessiver Gebrauch des Schnullers (mehr als 6 Stunden täglich) und über das 3. Lebensjahr hinaus kann zu Fehlentwicklungen des bleibenden Gebisses führen. Das kann z.B. ein offener Biss (die Schneidezähne vorne treffen beim Zusammenbeissen nicht aufeinander, sondern es bleibt eine Lücke) oder Überbiss (die oberen Schneidezähne stehen vor) sein.
Damit Zähne und Kiefer sich weiter gesund entwickeln, sollte sich dein Schatz nun also von seinem Nuggi verabschieden.
Die natürliche Entwicklung hilft dabei: im 2. Lebensjahr nimmt das Saugbedürfnis langsam ab. Die Kleinen lernen ausserdem das Sprechen und haben dadurch im Idealfall weniger Zeit und Lust zum Saugen. Eine Unterhaltung ohne Nuggi ist schliesslich viel netter!
Einigen Kindern fällt die Trennung vom Schnuller leicht, andere hängen wiederum sehr an der liebgewonnenen Gewohnheit. Mit Geduld und Fantasie der Eltern gelingt der Abschied aber für gewöhnlich gut.

Die MAM Tipps zum Abgewöhnen des Schnullers:

  • Kuscheln vermittelt Geborgenheit: Wenn einmal Trost nötig ist, gibt es mehr Möglichkeiten, als zum Schnuller zu greifen. Ausgiebige Schmusestunden mit Mama, Papa, Oma, Opa oder anderen Bezugspersonen sorgen dafür, dass die Welt wieder in Ordnung ist! Generell ist es ratsam mit dem Abgewöhnen untertags zu beginnen, da der Nuggi besonders beim Einschlafen für viele Kinder hilfreich ist.
  • Mit etwas Ablenkung fällt es oft leichter auf den Nuggi zu verzichten: Bilderbücher, Ausflüge oder Bastelstunden lenken ab und machen Spass.  
  • Schritt für Schritt abgewöhnen: Das Abgewöhnen sollte langsam und schrittweise erfolgen. In der ersten Abgewöhn-Phase ist z.B. das Einschlafen mit dem Schnuller okay. Doch wenn das Kind aufsteht, darf er nicht mit.
  • Zum endgültigen Abgewöhnen eignet sich ein Zeitraum, in dem es dem Kind gut geht und keine grossen Neuigkeiten zu erwarten sind. 
  • Ein neues Gute-Nacht-Ritual erleichtert das Einschlafen ohne Schnuller. Das könnte zum Beispiel eine Geschichte oder ein Lied sein. Allabendlich wiederholt, gewöhnt dein Baby sich schneller an die Situation. 

Der Abschied vom Nuggi  kann auch mit einem besonderen Ereignis verbunden werden. 

Ein paar Ideen für „Bye-bye-Nuggi-Aktionen“:
  • Das Kind „schenkt“ all seine Schnuller einem Baby aus dem Freundeskreis. Schliesslich braucht das Kleine sie viel nötiger.
  • Besuch von der Nuggifee: Sie kommt nachts, holt alle Schnuller und lässt dafür ein tolles Geschenk da. 
  • Nach einer kleinen Absprache mit dem Verkaufspersonal "bezahlt" das Kind ein lang ersehntes Spielzeug mit all seinen Schnullern. 

Wichtig ist auf alle Fälle, konsequent zu bleiben und sich immer an gesetzte Regeln zu halten – auch wenn es manchmal schwerfällt. Das spart euch anstrengende Diskussionen und dein Schatz lernt schneller, sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Photos: Shutterstock

Sources: www.ncbi.nlm.nih.gov